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Brunnenguide Kreise 3, 4, 5 und 9
Ausgewählte Brunnen aus dem offiziellen Brunnenguide der Stadt Zürich.
1
Waldgeist vom Lyren
Lyren
Es knistert, es raschelt, Äste knacken und doch zeigt sich der wahre Naturgeist vom Lyren nur sehr selten, und das auch nur zu bestimmten Zeiten und bestimmten Menschen. Der Wandbrunnen aus Granit am Reservoir Lyren dagegen wurde von Bildhauer Werner Weber 1975 aus einem Findling für die Wasserversorgung geschlagen.
Text aus: Stadt Zürich
2
Brunnen mit kniender Mädchengestalt
Altstetterstrasse/Untermoosstrasse
Bei der Platzgestaltung im Jahre 1935 sahen der Stadtbaumeister bzw. die damalige Bebauungsplankommission noch keine Notwendigkeit, an diesem Standort einen Brunnen erstellen zu lassen; die frühere Verwaltung der Industriellen Betriebe der Stadt Zürich schloss sich dieser Meinung an. 1945 war es dann so weit: Zuerst wurde eine Plastik vorgeschlagen, die eine Kombination von Mensch und Tierleib vorsah, was aber als wenig zeitgemäss empfunden wurde. Bildhauer Carl Fischer aus Zürich schuf dann später die Steinplastik und das runde Becken aus Castione-Granit aus Bellinzona. Die Brunnenschale mit zwei Sprudeln, das kniende Mädchen und der kleine Hundetrog wurden 1947 aufgestellt. Die äusseren Flächen sind feingestockt, das Brunnenbecken ist innen bis auf Wasserspiegelhöhe geschliffen.
Text aus: Stadt Zürich
3
Albisrieder Dorfbrunnen
Albisriederstrasse 360/Altstetterstrasse
1781 wurde der rechteckige KalksteinTrog mit runder Sandstein-Säule mit Kapitäl urkundlich erstmals erwähnt. Ein Kapitäl, heute Kapitell genannt, ist der obere Abschluss einer Säule oder eines Pfeilers. Auf dem Brunnen ist ein Tatzenkreuz angebracht. Dieses Symbol weist auf die einstige territoriale Zugehörigkeit zum Grossmünsterstift hin, wie dies auch bei anderen Dorfbrunnen der Fall ist. 1965 wurde der Brunnenstock mit Mägenwiler Muschelkalkstein durch H. Fisler, Steinhauergeschäft, ersetzt. Abklärungen im Jahre 1969 für eine Neugestaltung des Brunnens ebenfalls in Muschelkalkstein verliefen offensichtlich wegen Verzögerungen bei der Materiallieferung im Sande, da aus dem besagten Steinbruch in Dottikon schon seit rund 60 Jahren nicht mehr ein solches Werkstück gebrochen worden war. Zugleich war keine Steinschicht offengelegt, welche die richtigen Voraussetzungen für die Bearbeitung aufgewiesen hätte. Wegen Strassenbauarbeiten musste dann der Brunnen 1983 durch Bildhauer Josef von Wyl versetzt und leicht überholt werden.
Text aus: Stadt Zürich
4
Zierbrunnen
Albisriederstrasse/Rautistrasse
Bildhauer E. Hofmann erschuf 1936 die von Architekt E. Schäfer entworfene Anlage mit Zierbrunnen, Trinksprudel und Plastik beim Sportplatz Utogrund. Die kreisrunde Schale, der Hundetrog und die Abgrenzung in Form eines Mäuerchens gegen die Grünanlage hin sowie das Postament für die Plastik bestehen aus Osogna-Granit. Dabei wurden von der Plastik zuerst zwei Gipsmodelle erstellt. Die danach bei der Firma Rüetschi AG in Aarau gegossene Bronzeplastik zeigt «ein kleines Mädchen in Abwehrstellung gegen ein Hündchen, welches nach seinem Stück Brot schnappt». Die detailliertere Ausführung forderte die damalige Brunnenkommission, da sich das eher grob gehaltene Modell eher für eine Steinplastik eignete.
Text aus: Stadt Zürich
5
Quartierbrunnen
Triemlistrasse/In der Ey
Sogenannte Quartierbrunnen haben vielfach ein schlichtes und zeitloses Design und passen sich gut ins Stadtbild ein. Die dreieckförmige Schale stand von 1954 bis 1987 an der Ecke Bahnhofbrücke/ Bahnhofquai (siehe Brunnen-Nr. 68), bis sie dem Berliner-Brunnen weichen musste. Bis 2007 wurde die Schale im Brunnenlager des Seewasserwerks Moos aufbewahrt und dann am heutigen Standort aufgestellt. Das Brunnenwasser läuft in den nahegelegenen Bach.
Text aus: Stadt Zürich
6
Findlingsbrunnen
Aegertenweg
Über den geheimnisvollen Findlingsbrunnen von 1934 mit der Gedenktafel finden sich in den Brunnenakten keine Angaben. Er bezieht sein Wasser über die nahegelegene Brunnenstube über einen Minifilter. Eigentümer ist der Verschönerungsverein Zürich.
Text aus: Stadt Zürich
7
Annaburg-Brunnen
Gratstrasse vor 3
Unweit vom Uto Staffel auf dem Uetliberg befinden sich die Überreste der Annaburg. Jacob Meier errichtete im Jahre 1876 eine Sommerresidenz für seine kränkliche Frau Anna. 1894 erwarb Klara Gerber die Liegenschaft, baute sie aus und eröffnete ein Ausflugslokal unter dem Namen Annaburg. 1963 kaufte die Stadt Zürich die Gaststätte. Mit der Zeit verschlechtete sich der Zustand des Hauses, bis es ab 1979 leer stand. Der Picknickplatz mit Feuerstelle und WC-Häuschen wurden 1990 an der Stelle des stolzen Berggasthauses errichtet. 1991 liess der Verschönerungsverein Zürich einen Brunnen durch den Landschaftsarchitekten B. Hofmann aus Hartsandstein (Quarz) installieren. Bereits 1999 liess der Rotary Club Zürich West die Anlage durch Bildhauer Horst Bohnet in einen Findlingsbrunnen aus Alpenkalk mit dem Fundort Kiesgrube Weiningen umgestalten.
Text aus: Stadt Zürich
8
Trinkbrunnen mit Känguru
Schweighofstrasse hinter 335
In der Spielplatzanlage Friesenberg entstanden 1930 der Trog und das Postament, bestehend aus SegheriaGranit, sowie die Bronzefigur, die ein zum Sprung ansetzendes Känguru zeigt. Hans Markwalder aus Zürich war hierfür Projektverfasser und Bildhauer zugleich. Adjunkt Hippenmeier vom Quartierplanbüro gab zudem die Vorgaben für die Umbildung der endgültigen Gestaltung der Anlage. Dieser Brunnen ans Verteilnetz angeschlossen. Zugleich besteht aber auch ein Anschluss an die Döltschi-Quellwasserleitung. Aus dieser ist zeitweise ein Wasserbezug, durch einen Ejektor nicht auszuschliessen. Dieser wird im Winter abgestellt.
Text aus: Stadt Zürich
9
Brunnen mit Wiediker «Öpfel»
Döltschiweg/Höfliweg
1943 wurde am Döltschiweg/Höfliweg ein runder Trog auf Sockel mit einer runden Säule aus Solothurner Sandstein erstellt. Projektverfasser war wie bei vielen anderen Brunnen Architekt E. Schäfer. Die Säule krönte einst das Wiediker Wappen, der farbige Reichsapfel in Anticorodal (eisenarme Aluminium-Silizium-Gusslegierung). Dieser wurde 1990 gestohlen, später stark beschädig aufgefunden und durch eine einbrennlackierte Kopie aus Messingblech und rostfreiem Stahl ersetzt. Seit dem 17 Jahrhundert zeigt Wiedikons Wappen das mittelalterliche Symbol in Form des Reichsapfels mit goldenem Kreuz und erinnert somit an den einstigen königlichen Reichshof Wiedikon.
Text aus: Stadt Zürich
10
Pilgerbrunnen
Brahmsstrasse bei 22
Die 1991 von der Steinbildhauerin Afra Fehr errichtete Anlage aus Bollinger Sandstein, bestehend aus einem Trog und einer Figurengruppe mit Baum, Mutter und Kind, steht an einem denkwürdigen Ort. Einer der fünf Zürcher Pilgerbrunnen, war der Holzbrunnen bei den Bänken unter der Linde, wie er in einem Dokument von 1570 genannt wird. Er stand damals ausserhalb der Stadt, an der Landstrasse nach ZürichAltstetten. Er diente als Rastplatz für die Wallfahrer aus Holland, Süddeutschland und dem Elsass, die zu Fuss unterwegs zur Muttergottes nach Einsiedeln waren. Bereits 1925 hatten Frauen erfolglos ein Gesuch für den Erhalt der Anlage an die Stadtbehörden eingereicht. Erst viel später gelang dies dem Evangelischen Frauenbund Zürich, da die Quellwasserleitung 1936 aus Qualitätsgründen stillgelegt werden musste.
Text aus: Stadt Zürich
11
Brunnen beim Schlachthof
Baslerstrasse 2/Herdernstrasse
1909 liess das Hochbauamt von Baumeister Th. Bertschinger aus Lenzburg die kleine Brunnenanlage errichten. Ursprünglich war sie ans Verteilnetz angeschlossen und sie erhält seit 2006 ihr Wasser vom Quellwassernetz. Der Trog besteht aus Muschelsandstein und das Podest aus Granit. Die Auslaufröhre stellt eine Fratze (Widderkopf) dar. Dieser Brunnen diente lange Zeit als Probenahmebrunnen zur Kontrolle der Trinkwasserqualität des Verteilnetzes, bis hierfür ein anderer Brunnen ausgewählt wurde.
Text aus: Stadt Zürich
12
Trinkbrunnen Albisriederplatz
Albisriederstrasse/Badenerstrasse
Nachdem dem Antrag der Wasserversorgung an den Bauvorstand II stattgegeben worden war – in Absprache mit dem Stadtbaumeister des Hochbauamtes – konnte 1929 Bildhauer Hans Markwalder die Anlage gestalten. Die Ausführung mit Segheria-Granit erfolgte in Zusammenarbeit mit Bildhauer Luigi Zanini. Dieser erstellte den Trog unter Mitwirkung von G. Clivio, Granitigeschäft. Die Künstler mussten ihre Arbeiten jeweils schnell und zeitgerecht abliefern. In diesem Fall wurde der Vertrag im März ausgestellt und im August bereits ein zweimonatiger Verzug der Lieferung der Plastik schriftlich gemahnt. Mit der Bestellung für den Trog am Albisriederplatz wurden gleichzeitig die Tröge für die Trinkwasserbrunnen an der Alfred-EscherStrasse, der Tramendstation Albisgütli sowie eine Bodenplatte für die Brunnen an der Seefeldstrasse in Auftrag gegeben. Dieser wird im Winter abgestellt.
Text aus: Stadt Zürich
13
Springbrunnen Bullingerplatz
Bullingerplatz
1929 wurde die Anlage erstellt. Projektverfasser war das Zürcher Tiefbauamt. Die Baufirma Fietz & Leuthold wurde mit der Ausführung betraut. 1985 wurden diverse Risse ausgefräst, armiert und mit Imitat geflickt. 2002 erfolgte ein Beleuchtungseinbau. Früher ans Allgemeine Verteilnetz angeschlossen, wurde der Brunnen 2006 auf Quellwasser umgestellt. Seit den 30er Jahren benutzten Kinder die Anlage als Badebrunnen, obschon die stark befahrene Westtangente vorbeiführte. Daher nennen Quartierbewohner das Rondell nach dem Pariser Vorbild «Place de l’Etoile». Bereits im Jahre 2000 trafen sich Anwohner und Behörden im Quartierforum, um Ideen zur fertiggestellten Aufwertung des Bullingerplatzes von 2013 zu diskutieren. Der Brunnen gedenkt ebenfalls des Namensgebers des Platzes und dessen Vorbild: Heinrich Bullinger, 1504–1577, trieb die Reformation in Zürich, nach dem Tod von Huldrych Zwingli 1531 auf dem Kappeler Schlachtfeld weiter voran. Der Brunnen erinnert mit seiner scheinbar nie versiegenden Fontäne, die sich stetig in die obere Schale ergiesst, an den Ausspruch Zwinglis: «Das Wort Gottes muss auf Widerstand stossen, damit man seine Kraft ermisst. Es wird wahrhaftig so gewiss weiterlaufen wie der Rhein, den man wohl eine Zeitlang schwellen, aber nie gestellen kann.»
Text aus: Stadt Zürich
14
Obeliskbrunnen
Bullingerplatz
1912 wurde das Brunnenmodell Enge mit Hundetrog aus Granit erstellt und stand bis 1964 bei der alten Brücke in der Burgwies, danach an der Kanzleistrasse 227. Im Jahre 1927 wollte eine Anwohnerin den Brunnen versetzen lassen. Dazu kam es nicht. Im Mai 2011 wurde der Brunnen dann doch entfernt und im Juli auf dem Bullingerplatz wieder aufgestellt.
Text aus: Stadt Zürich
15
Reliefbrunnen
Zentralstrasse/Sihlfeldstrasse vav. 26
Bildhauer Eduard Bick gestaltete den 1927 erstellten Brunnen mit zwei Trinksprudeln. Der Trog besteht aus Segheria-Granit und die Podestplatte aus Iragna-Granit. Den Trog lieferte Giocondo Clivio, Granitgeschäft in Albisrieden. Die ringsum vorstehenden Bildhauerbossen zeigen einen Fischzug. Der Wasserstand weist nur 50 Zentimeter auf, weil Kinder sonst ertrinken könnten. Die Wasserzirkulation des zentralen Sprudels erfolgt durch einen Ejektor. Dieser wird im Winter abgestellt.
Text aus: Stadt Zürich
16
Meinrad-Lienert-Brunnen
Seebahnstrasse/Meinrad Lienertstrasse
Otto Münch gestaltete 1931/32 den Brunnen aus Segheria-Granit. Die Erzählfigur ist 1,05 Meter hoch. In der 3,7 Meter hohen Säule sind Sinnsprüche von Meinrad Lienert eingeschlagen. Der Brunnen geht aus einem Brunnenbauprogramm des damaligen Bauwesens II, heute Hochbaudepartement, aus den Jahren 1928/29 hervor. Die Trinkbrunnen sollten zur Verschönerung der Stadt beitragen. 2003 feierten die Anwohner nach sechsjährigen Bauarbeiten für die Bahn 2000 die Rückkehr ihres Brunnens. Die Feier organisierten die Initianten des Quartierclubs, welche sich für bessere Lebensbedingungen in ihrer Strasse einsetzen.
Text aus: Stadt Zürich
17
Brunnen an der Schlossgasse
Schlossgasse 10/12
Im 16. Jahrhundert wurden in Zürich die ersten Brunnenanlagen aus Stein gehauen. So auch der ca. 1764 entstandene Brunnen aus Kalkstein, der 1926 und 1957 renoviert wurde und 2009 eine neue Stud aus Mägenwiler Muschelkalk erhielt.
Text aus: Stadt Zürich
18
Löwenbrunnen
Birmensdorferstrasse 140
Am Schmiedeplatz verneigt sich der ZüriLeu vor dem Wiediker Apfel. Der aussagestarke Quartierbrunnen soll an das einstige Dorfzentrum erinnern. Der Bildhauer Daniele Trebucchi hat ihn mit Granit aus Sardinien (Sardo Rosso) geschaffen. Aus Anlass von «100 Jahre Eingemeindung» wurde die Anlage 1993 eingeweiht. Damit ging ein langgehegter Wunsch der WiedikerInnen endlich in Erfüllung.
Text aus: Stadt Zürich
19
Monumentalbrunnen mit Standbild
Seebahnstrasse vav. 85
Laut einem Vertrag von 1889 zwischen dem Gemeinderat von Wiedikon und der Direktion der Nordostbahn war beim alten Bahnhof Wiedikon ein nie erstellter Brunnen geplant. Später sah das Hochbauamt ursprünglich eine Reiterfigur als Standbild vor, die jedoch auf Ablehnung stiess. Die Bildhauerarbeiten der 1927 aus Mägenwiler Muschelkalkstein gefertigten Anlage erstellte Jul. Schwyzer, der den engeren Wettbewerb zwischen vier Bildhauern gewann. 1933 wurde der Brunnen mit roten Aufschriften politischen Inhaltes verunstaltet und musste aufwändig gereinigt werden. 1986 hat Bildhauer Josef von Wyl den Brunnen saniert, indem das Becken ausgeschliffen und die Risse sowie die fehlenden Formen der Figur mit Acryl aufmodelliert wurden. Im Jahre 2000 wurde der Brunnen von Trinkwasser aus dem Verteilnetz auf Quellwasser umgestellt.
Text aus: Stadt Zürich
20
Zierbrunnen auf der Aegerten (Verteilnetz)
Werdstrasse vav. 140
Anstelle des früheren, kleinen Brunnens mit Obelisk am östlichen Ende der Grünanlage wurde 1946 der runde Trog mit Sockel und der Mädchenfigur aus Castione-Granit mit zwei Trinksprudeln in der AegertenAnlage erstellt. Bildhauerin war Hedwig Haller-Braus. 1964 wurde der Brunnen an das Verteilnetz angeschlossen. 1979 wurde einer der beiden wasserspeienden Fische aus Bronze gestohlen. Als Ersatz wurde eine neue Figur gegossen, wobei der noch vorhandene Sprudel als Modell verwendet werden konnte. Die in den Akten vorhandene Bezeichnung Aegertenwiese deutet auf einen alten Flurnamen hin, der sich vom Mundartwort «egerd bzw. egerte» ableitet, was so viel heisst wie «zum Ackerbau ungeeigneter Grund (Brachland)».
Text aus: Stadt Zürich
21
Blumenbrunnen
Schimmelstrasse/Hallwylstrasse
Der Blumenbrunnen aus Muschelkalkstein stand früher auf dem «Schmiedeplatz» in Wiedikon vor dem schönen Riegelbau der alten Schmiede – wahrscheinlich seit 1899. Die Wasserversorgung versetzte wegen der Platzumgestaltung die Anlage 1947 an den heutigen Standort. Dies zulasten verschiedener neuer Brunnenprojekte aus einem allgemeinen Wettbewerb von 1940, die allesamt verworfen wurden. 2010 restaurierte Steinbildhauer Gregor Frehner aus Winterthur die Anlage.
Text aus: Stadt Zürich
22
Fischbrunnen
Helvetiaplatz
Seit 1906 stand auf dem Helvetiaplatz ein Monumentalbrunnen mit ovaler Schale und der lebensgrossen Bronzefigur «Die Wasserträgerin». 1952 wurde er abgebrochen. Wohin dann die «schöne Wehntalerin mit Kupferkessi» gelangt, ist aus den Brunnenakten nicht ersichtlich. Aus CastioneGranit liess 1953 das Hochbauamt den neuen Brunnen erstellen. Für den Markt auf dem Helvetiaplatz hatte man einen Fischbrunnen konzipiert. Auf dem breiten Rand konnten die Fische geschuppt werden. Das Abwasser mit den Fischabfällen lief über den Kännel in eine unterirdische Kammer. Bei der Platzumgestaltung von 1961 wurde der Brunnen entfernt und 1964, ergänzt mit einem Hundetrog, wieder aufgestellt 1999 wurde er vom Verteilnetz getrennt und ans Quellwasser angeschlossen.
Text aus: Stadt Zürich
23
Wasserspeier
Lagerstrasse 55/Kanonengasse
1984 erstellte der Maler und Plastiker Markus Feldmann den Brunnen auf dem Areal der Berufsschule Lagerstrasse. Eigentümer ist der Kanton Zürich. Im ersten Betriebsjahr war der Brunnen ans Verteilnetz angeschlossen, anschliessend ans Quellwassernetz. Die verwendeten Materialien sind Granit und Chromstahl, matt gebürstet.
Text aus: Stadt Zürich
24
Zier- und Trinkbrunnen, Mädchen mit Taube
Tièchestrasse bei 91a
Im vorliegenden Fall bewarb sich Bildhauer Luigi Zanini aus Zürich um die Errichtung eines Brunnens. Als erstprämierter Künstler beim Wettbewerb für kleine und einfache Brunnen war er kein Unbekannter. Die Dimensionen des Troges aus CastioneGranit gehen etwas über das Mass eines einfachen Trinkbrunnens hinaus. Der Bauvorstand, der Strasseninspektor und der Stadtbaumeister befürworteten das Projekt trotzdem und legten Wert darauf, dass die Trinksprudel ein bequemes Trinken ohne Berührung der Röhren ermöglichen. Der Künstler erstellte zuerst einmal ein Modell im Massstab 1:5. Er lieferte auch ein Tonmodell nach dem die Bronzeplastik gegossen wurde. Vor der Montage im Jahre 1934 wurde die Figur noch patiniert.
Text aus: Stadt Zürich
25
Menschliche Steine
Hardhofareal
Fünf Trinkbrunnen aus unterschiedlich strukturiertem und gefärbtem Cristallina-Marmor von Charlotte Germann-Jahn stehen auf dem Hardhofareal verteilt. Sie wurden 1981 errichtet. In ihrer unverwechselbaren Individualität wurden weibliche und männliche Figuren thronend, kauernd und balancierend ausgearbeitet.
Text aus: Stadt Zürich
26
Menschliche Steine
Hardhofareal, an der Limmat
Fünf Trinkbrunnen aus unterschiedlich strukturiertem und gefärbtem Cristallina-Marmor von Charlotte Germann-Jahn stehen auf dem Hardhofareal verteilt. Sie wurden 1981 errichtet. In ihrer unverwechselbaren Individualität wurden weibliche und männliche Figuren thronend, kauernd und balancierend ausgearbeitet.
Text aus: Stadt Zürich
27
Wasserspielplatz
Hardhof nach 19
Die Grünzone des Grundwasserwerks Hardhof steht während des ganzen Jahres der Öffentlichkeit für Sport und Erholung zur Verfügung. Hier ist auch der 2006 erstellte Wasserspielplatz zu finden, der jedoch in den Wintermonaten abgestellt wird. Für den Trinksprudel und den Turmbrunnen ist die Wasserversorgung verantwortlich. Die Zuständigkeit für die Virbelaschalen, die archimedische Schraube, die Kanäle mit Staueinrichtungen, den Wassertisch, die Wippen, den Fontänenhüpfer und die generelle Spielplatzkontrollen übernimmt Grün Stadt Zürich.
Text aus: Stadt Zürich
28
Grundwasser-Pumpbrunnen
Hardhofareal
Auf dem Hardhofareal beim Wasserspielplatz und einem Garderobengebäude steht seit 1982 die Handpumpe Volanta Type I aus Holland und fördert aus etwa 12 Metern Tiefe mit Menschenkraft das vorhandene Grundwasser ans Tageslicht. Dieser Brunnen erinnert an die ursprüngliche Art, Wasser zu gewinnen.
Text aus: Stadt Zürich
29
Wasserspiel
Hardhof 9, Dienstgebäude
Im Rahmen der Zürcher Herbstmesse Züspa von 1975 gestaltete der Kantonale Gärtnermeisterverband vor dem Hallenstadion eine Grünanlage. Im Mittelpunkt der Komposition stand das Wasserspiel aus Acrylglasrohren. Dieses wurde von der Wasserversorgung übernommen und steht seit 1978 auf der Nordseite des Dienstgebäudes Hardhof.
Text aus: Stadt Zürich
30
Menschliche Steine
Hardhofareal
Fünf Trinkbrunnen aus unterschiedlich strukturiertem und gefärbtem Cristallina-Marmor von Charlotte Germann-Jahn stehen auf dem Hardhofareal verteilt. Sie wurden 1981 errichtet. In ihrer unverwechselbaren Individualität wurden weibliche und männliche Figuren thronend, kauernd und balancierend ausgearbeitet.
Text aus: Stadt Zürich
31
Menschliche Steine
Hardhofareal
Fünf Trinkbrunnen aus unterschiedlich strukturiertem und gefärbtem Cristallina-Marmor von Charlotte Germann-Jahn stehen auf dem Hardhofareal verteilt. Sie wurden 1981 errichtet. In ihrer unverwechselbaren Individualität wurden weibliche und männliche Figuren thronend, kauernd und balancierend ausgearbeitet.
Text aus: Stadt Zürich
32
Brunnen in der Grünau
Bändlistrasse hinter Nr. 10
Das 1979 erstellte Brunnenbassin von rund 110 Quadratmetern - mit einer Tiefe von 20 Zentimetern - sowie das Grundstück gehören zum Amt für Hochbauten: Gereinigt wird die im Sommer als Badebrunnen genutzte Anlage von der Wasserversorgung.
Text aus: Stadt Zürich
33
Menschliche Steine
Hardhofareal
Fünf Trinkbrunnen aus unterschiedlich strukturiertem und gefärbtem Cristallina-Marmor von Charlotte Germann-Jahn stehen auf dem Hardhofareal verteilt. Sie wurden 1981 errichtet. In ihrer unverwechselbaren Individualität wurden weibliche und männliche Figuren thronend, kauernd und balancierend ausgearbeitet.
Text aus: Stadt Zürich
34
Wassermauer
Altstetterplatz
Das Wasser fliesst aus sechs Düsen und berieselt die in den Drahtgitterkörben befindlichen Tuffsteine, um anschliessend im Betonbecken aufgefangen zu werden. Auf den Steinen der 2005 erstellten Wassermauer sollen mit der Zeit Moose und Algen gedeihen. Die im Feuchtbereich liegenden Moospolster ähneln dem Bewuchs von Grotten. Die Beleuchtung erinnert an das Leuchten von Glühwürmchen.
Text aus: Stadt Zürich
35
Zierbrunnen «Knabe mit Aal»
Badenerstrasse/Luggweg
Für den 1937 erstellten Brunnen aus Segheria-Granit mit Bronzefigur wude Bildhauer Dr. O. Schilt aus Zürich 2 beauftragt. Die Brunnenschale stellt die Firma Giocondo Clivio her. Prjektverfasser waren die Architekten A. und H. Oeschger. 1989 – nach mehr als 50 Jahren – stand der Lokführer Emil Lörtscher seinem damaligen Abbild gegenüber, wie die Quartierzeitung «Zürich West» berichtete. Emil besuchte gerade die 1. Sekundarklasse, als ein Künstler ein Modell suchte. Mit dem Sitzungsgeld von 60 Stunden à CHF 1 konnte sich der Jugendliche sein erstes Velo kaufen und war zugleich einer der wenigen Menschen, die sozusagen schon als Knabe über ein eigenes Denkmal verfügen.
Text aus: Stadt Zürich
36
Marktbrunnen Lindenplatz
Lindenplatz 6
Der Altstetter Brunnen trägt in römischen und arabischen Ziffern die Jahreszahl 1773 und den Sinnspruch «Gott alleine die Ehre», was ungewöhnlich ist. Möglicherweise erinnert dies an jene Zeit, als die kleine Kirche ein Wallfahrtsort war und die Gläubigen dort ein Gnadenbild der Maria anbeteten. Der Brunnen erhielt damals sein Wasser aus Quellen im nahegelegenen Wald und lag parallel zur Badenerstrasse, auf der die Pilger daher kamen. Im 18. Jahrhundert kamen zudem die Hochzeiter aus der Stadt nach Altstetten, um sich trauen zu lassen, analog den beliebten Trauungsorten von Witikon oder Wollishofen. Die Brunnenanlage besteht aus zwei einfachen, rechteckigen Trögen mit dazwischenliegendem Stock und zwei Auslaufröhren. Im Gegensatz zu den häufig anzutreffenden runden Balustersäulen ist hier die Säule in barocker Art vierkantig gestaltet. Auf ein früher dort angebrachtes Blumengitter wurde bei der Sanierung verzichtet. Diese erfolgte 1957. Gleichzeitig wurde die Anlage versetzt. Während dieser Zeit wurden am Brunnen immer noch Fischmärkte abgehalten. Mit der bestehenden Vorrichtung konnte man dann den Marktplatz abspritzen. Der Brunnen wurde aus Würenloser Muschelsandstein hergestellt. Ähnliche Modelle finden oder fanden sich früher in Wiedikon, Albisrieden, Altstetten, Höngg und sogar in Unterengstringen, in Weiningen, wie auch in Schlieren. Historiker sehen darin ein Zeichen früheren Wohlstandes. Viele der Dorf- bzw. Marktbrunnen haben eine kartuschenähnliche Ornamentik, also einen Zierrahmen, in dem sich ein Wappen oder die Anfangsbuchstaben des Dorfnamens befinden. Ärmere Dörfer konnten sich nur schmucklose Holztröge leisten. Leider werden die öffentlichen Brunnen auch böswillig beschädigt. 2007 mussten beispielsweise grossflächige Graffiti entfernt werden, die den Brunnen verunstalteten.
Text aus: Stadt Zürich
37
Brunnenanlage beim Friedhof Altstetten
Friedhofstrasse/Girhaldenstrasse
Der runde Trog und Sockel aus dunklem Castione-Granit mit Trinksprudel sowie eine weibliche Figur wurden 1944 von der dänischen Schriftstellerin und Bildhauerin Estrid Christensen, wohnhaft in Zürich, erschaffen. Architekt Emil Schäfer liess die Anlage aufstellen. Bis die kriegswirtschaftlichen Massnahmen gelockert wurden, konnte die vorgesehene Bronze nicht erstellt werden. Zwischendurch wurde das zu kleine Postament ausgewechselt. Erst 1946 wurde dann die provisorische Plastik in englischem Zement durch die definitive Bronze ersetzt. Gegossen hat das «Sitzende Mädchen» die Kunstgiesserei Jäckle in Zürich-Seebach. Die vom Zürcher Stadtpräsidenten Ernst Nobs (erster SP-Bundesrat) angeregte Aufstellung der Mädchenfigur führte zu Reklamationen, da der Pfarrer die Figur als deplaziert empfand. Die positive Begutachtung bekannter Bildhauerkollegen halfen dann mit, die Wogen zu glätten, so dass die Figur bleiben durfte. Bei ähnlichen Fällen in Oerlikon und Oberstrass liess man damals unbekleidete Plastiken aufgrund des öffentlichen Drucks versetzen. Die Bildhauerin verfügte auch noch über ein Kunststeinmodell.
Text aus: Stadt Zürich